Frau mit Hundepfeife, im Hintergrund weißer Hund sitzend.

Es gibt verschiedene Trainingsmöglichkeiten mit der Hundepfeife. Vier Übungen haben wir dir u.a. in diesem Hundepfeifen-Guide beschrieben.

Im Bereich der Hundeerziehung können Hundepfeifen ein wichtiges Hilfsmittel darstellen. Im folgenden Beitrag möchten wir dir deshalb die Pfeife für den Hund näher bringen. Dabei gehen wir auf Funktion, Frequenzen, mögliche Schäden durch Hundepfeifen und beliebte Modelle näher ein. Zum Schluss haben wir dir noch 4 Trainingsmethoden zusammengefasst, so dass du mit deiner Hundepfeife direkt durchstarten kannst!
Doch der Reihe nach, beginnen wir mit dem Grundlegenden.

UNSERE EMPFEHLUNG:

Was ist eine Hundepfeife?

Um einem Hund ein akustisches Signal über kurze oder längere Distanz zu übermitteln, werden Hundepfeifen als erzieherische Maßnahme eingesetzt. Mit Hilfe dieser Pfeife können dem Vierbeiner in bestimmten Situationen Fehlverhalten abtrainiert oder ein einfacher Rückruf antrainiert werden.

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Wie funktioniert eine Hundepfeife?

Als Hundepfeife kann theoretisch jede Pfeifenart benutzt werden. Da sich sogenannte Hochfrequenzpfeifen jedoch in der Vergangenheit als die praktischsten und meist verbreitetsten Hundepfeifen durchgesetzt haben, möchten wir im Folgenden speziell auf diesen Pfeifentyp eingehen.

Bei einer Hochfrequenzpfeife wird, wie beispielsweise bei einer normalen Trillerpfeife auch, ein Signalton durch einfaches Hineinblasen erzeugt. Dieses Signal ertönt jedoch auf einer Frequenz, welche für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist. Der Hund kann diese Töne auf Grund seines sensiblen Gehöres viel deutlicher  wahrnehmen. Weil Hunde ein solches Signal aus ihrer natürlichen Umgebung nicht kennen und dieses deshalb als ungewöhnlich empfunden wird, kann die Aufmerksamkeit des Hundes gewonnen werden.

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Ein weiterer Vorteil der Hundepfeife ist, dass sie für Mitmenschen nur kaum/ bis gar nicht hörbar ist. Andere Personen werden durch den Pfiff daher nicht gestört. Zudem muss der Hundehalter nicht seinem Hund hinterherrufen. Dies kann die innerliche Entspannung fördern.

Welche Frequenz hat eine Hundepfeife?

Hörbarer Frequenzbereich Mensch und Hund im Vergleich

Im Vergleich: Die hörbaren Frequenzbereiche zwischen Mensch und Hund sind sehr unterschiedlich. Hunde hören deutlich mehr.

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.
In Deutschland können Pfeifen mit Frequenzwerten von 4.500 bis 12.000 Hz erworben werden. Da der Hörbereich eines menschlichen Gehörs zwischen 20 Hz und, je nach Alter, bis zu 16kHz (16.000 Hz) liegt, entscheidet der Halter darüber wie deutlich die Hundepfeifen für Mitmenschen hörbar ist.
Der Hörbereich des Hundes ist dagegen deutlich größer. Unsere vierbeinigen Freunde können einen Bereich von 15 Hz bis zu ungefähr 50.000 Hz wahrnehmen!

Hundepfeife schädlich für Hunde?

Auf Grund der hohen Frequenzen haben einige Hundebesitzer Bedenken, dass Hundepfeifen schädlich für das Gehör ihrer Vierbeiner sein könnten. Dies ist jedoch unwahr. Hunde haben zwar ein viel besseres Gehör, jedoch sind die Frequenzbereiche der Pfeifen so eingestellt, dass keine Schäden auftreten können. Das Einzige was vom Halter unterlassen werden sollte ist, die Pfeife unmittelbar am Ohr des Hundes zu benutzen.

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Welche unterschiedlichen Hundepfeifen gibt es?

Bei der Auswahl der Hundepfeife sind dem Hundehalter oder Trainer kaum Grenzen gesetzt. Sie unterscheiden sich meist in Material und Frequenzbereich.

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Mögliche Materialien für Hundepfeifen

UNSERE EMPFEHLUNG:

Frequenztechnisch wird zwischen normalen und lautlosen Pfeifen unterschieden. Lautlos, da der Frequenzbereich bei diesen Pfeifen so hoch ist, dass er vom menschlichen Gehör nicht mehr wahrgenommen werden kann. Eine komplett lautlose Pfeife ist jedoch nicht unbedingt die beste Lösung. Denn bei diesem Pfeifentyp hat das Herrchen keine Kontrollmöglichkeit ob die Pfeife überhaupt funktioniert. In Deutschland können aber lediglich Hundepfeifen mit einer Frequenz von maximal 12.000 Hz erworben werden, dies ist für ein gesundes menschliches Gehör noch durchaus hörbar.

Die beliebtesten Hundepfeifen – Was macht ACME Hundepfeifen besonders?

Zu den beliebtesten und meist verkauften Hundepfeifen gehören die Pfeifen von ACME*. ACME ist im Pfeifengeschäft kein unbekannter Name, denn es handelt sich hierbei um einen großen Hersteller für Pfeifen aller Art aus England. ACME Hundepfeifen zählen auch in Deutschland zu den am meisten verbreiteten Hundepfeifen und sind auf den großen Online-Marktplätzen meist Bestseller in ihrer Kategorie.(siehe Amazon.de*)

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Ein Vorteil bei ACME-Hundepfeifen

Pfeifen von ACME besitzen eine Artikelbezeichnung, welche direkt mit dem Frequenzbereich der Pfeife in Verbindung gebracht werden kann. Auf diese Weise kann beim Neuerwerb einer Pfeife sichergestellt werden, dass diese den selben Ton wie die Alte abgibt. Gerade bei sensiblen Hunden kann es sonst vorkommen, dass auf den Pfiff mit der neuen Pfeife nicht reagiert wird.

Es gibt beispielsweise die Hundepfeife “ACME 211 ½*“, bei welcher “211 ½“ für eine Frequenz von ungefähr 4850 Hz steht.

Training

Wie trainiert man mit einer Hundepfeife?

Da die Hundepfeife als akustisches Signal dient, wird sie besonders für die Hundeerziehung auf Distanz eingesetzt. Es gibt dabei viele verschiedene Trainingsmethoden, bei der Hundepfeifen eingesetzt werden können.

Fortfolgend werden wir dir 4 beliebte Hundepfeifen-Trainingsmethoden vorstellen:

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Rückruf mit Hilfe der Hundepfeife

Das Training mit der Hundepfeife beginnt mit einer Vorbereitungsphase. Du solltst nicht von Anfang an mit deinem Hund im Freien trainieren. Gewöhne ihn erst Zuhause an das neue Signal.

Bei diesen Übungen handelt es sich um ein klassisches Konditionierung-Training. Der Hund kombiniert den Pfiff mit dem Befehl „Komm!“ und mit der Tatsache, dass er belohnt wird. Durch die sich wiederholenden Abläufe verinnerlicht er die Geschehnisse und wird mit der Zeit automatisch auf das Kommando „Komm!“ bzw. den Pfiff reagieren.

Wir wünschen viel Spaß und Geduld beim Ausprobieren der Übungen würden uns darüber freuen, wenn du deine Fortschritte als Kommentar mit uns teilst. 🙂

Übung 1:

Vorbereitung

Zubehör: Napf, Futter, Hundepfeife

Ort: Zuhause

Jedesmal wenn du deinem Hund den Napf mit Futter hinstellst, beginnst du nun einmal in die Pfeife zu blasen. Hierdurch wird dem Hund unbewusst beigebracht, dass der Pfeifton etwas positives nach sich zieht (in diesem Fall in Form von Futter).

Diese Hundepfeifen-Übung nicht zu oft wiederholen (max. 1 – 2x am Tag).

Ziel: Wenn du als Halter feststellst, dass der Hund auf den Pfiff reagiert, kannst du mit der nächsten Übung fortfahren.

Übung 2:

Weitere Vorbereitung

Zubehör: besonderes Leckerli, Hundepfeife

Ort: Zuhause

Hierfür benötigst du keine Hilfsmittel. Du spielst einfach mit deinem Hund Zuhause Verstecken. Nur rufst du den Hund nicht, wenn dieser suchen soll, sondern pfeifst mit der Pfeife. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass der Verbeiner nach erfolgreichem Finden mit einem Leckerlie belohnt wird.

Wichtig: Auch diese Übung nicht zu oft hintereinander wiederholen (5 – 10x pfeifen am Tag reicht aus).

Übung 1 und 2 sollten über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen wiederholt durchgeführt werden. In dieser Zeit wurden im Normalfall ausreichend viele Pfiffe ausgeführt und der Hund hat ein erstes Verständnis dafür entwickelt, was ein Pfiff bedeuetet.

Nun kann mit dem weiterführenden und eigentlichen Rückruftraining begonnen werden.

BUCHTIPP ZUR HUNDEPFEIFE:

Übung 3:

Rückruf-Training

Zubehör: besonderes Leckerli, Hundepfeife

Ort: tägliche Gassi-Runde

Den Hund beim normalen Spaziergang an einer übersichtlichen Stelle (weit weg von Straßen oder anderen Gefahren) freimachen und ihm erlauben, sich ein Stück weit (10 – 15 Meter) zu entfernen. Wenn der Hund beschäftigt ist, also schnüffelt oder spielt, in die Pfeife blasen.

Falls die beiden Übungen der Vorbereitungsphase gefruchtet haben, so sollte der Ton nun die Aufmerksamkeit des Hundes wecken.

Je nach Hund spiegelt sich dies anders wieder. Entweder blickt der Hund auf und kommt direkt angelaufen, da er dies von den Vorübungen gewohnt ist. (In diesem Idealfall muss der Hund direkt bei der Ankunft mit positivem Zuspruch und besonderem Leckerli belohnt werden, denn er hat ungewöhnlich gut reagiert und soll dies auch spüren.)

In den meisten Fällen läuft es jedoch etwas anders ab. Der Hund hört den Pfiff, schaut kurz auf und beschäftigt sich im Anschluss wieder mit seiner aktuellen, für ihn viel interessanten Tätigkeit.

Dieser Moment muss ausgenutzt werden, denn genau zu diesem Zweck ist die Hundepfeife da. Sie soll den Hund aus seiner Ablenkung reißen und seine Aufmerksamkeit auf den Pfeifenden lenken. In dem Moment, in dem er aufschaut und zu dir blickt, rufst du kurz „Komm!“ und machst auffällige Bewegungen (Springen, Tanzen oder Hüpfen ist erlaubt).

Reagiert der Hund immer noch nicht, so läufst oder rennst du in die umgekehrte Richtung los (niemals in die Richtung des Hundes) oder brückst dich und tust so, als hättest du etwas sehr Interessantes entdeckt.

Gibst du dir dabei besonders viel Mühe, so wird der Hund unruhig. Er denkt, sein Rudel zieht ohne ihn weiter oder er verpasst etwas ganz Besonderes. Er lässt also von seiner aktuellen Tätigkeit ab und bewegt sich in deine Richtung.

Ab dem ersten Schritt musst du deinen Hund hier bereits belohnen. Da er zu weit weg für ein Leckerli ist, geschieht dies mit überschwänglichem Lob. Zwischen den Worten „Fein!“ und „Gut machst du das!“ sollte hierbei immer wieder das Wort „Komm!“ ausgeprochen werden. Auf diese Weise unterstützt du verbal den Weg des Hundes bis zu dir und kombinieren den Befehl „Komm!“ mit dem Herlaufen des Hundes.

Ist er bei dir angekommen, so muss bereits das Leckerli in der Hand bereitliegen. Mit der einen Hand wird jetzt das Halsband festgehalten und mit der anderen das Leckerli verabreicht. Nun ist der Befehl beendet und der Hund darf wieder frei laufen.

Wichtig: Den Hund nicht nach jeder Übung direkt anleinen. Er soll merken, dass es nach dem Kommando „Komm!“ auch möglich ist, dass er weiter frei läuft.

UNSERE EMPFEHLUNG:

Übung 4:

Wiederholungen

Zubehör: besonderes Leckerli, Hundepfeife, Geduld

Ort: tägliche Gassi-Runde

Die Übung sollte während dem Spaziergang in regelmäßigen Abständen durchgeführt und auch am nächsten Tag auf der Gassi-Runde noch ein paar mal wiederholt werden. Am dritten Tag ist es ratsam, eine Pause einzulegen. Auf diese Weise kann sich das erlernte Wissen setzen und die Aufgaben werden für den Hund nicht zur Gewohnheit. Am vierten Tag wird wieder mit dem Training begonnen.

Bereits nach wenigen Übungstagen werden sich erste Fortschritte zeigen und der Hund wird schneller auf den Pfiff reagieren. Ist dies der Fall, kann man damit beginnen, die überschwänglichen Reaktionen und Leckerli-Mengen zu reduzieren. Ziel der Übung ist es schließlich, dass es für den Hund normal ist, herzukommen, wenn Herrchen pfeift oder ruft.

BUCHTIPP ZUR HUNDEPFEIFE:

Wir hoffen, dass wir dir mit unserem Hundepfeifen-Guide etwas weiterhelfen konnten und du Dank unserer Trainingsübungen schon erste Erfolge verzeichnen kannst. Du wirst im Folgenden merken, dass die Hundepfeife das komplette Hundetraining sehr erleichtern kann. Zum Schluss möchten wir dir noch den Tipp geben, dass du auf youtube.com viele nützliche Videos zu diesem Thema finden kannst. Von Möglichkeiten des Einsatzes der Pfeife bis hin zu verschiedenen Hundepfeifengeräusche findest du dort alles und das Ganze auch noch Gratis, viel Spaß dabei!

Hundewelpen

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Hundepfeife – Funktion, Frequenzen, Training und Übung
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