Hundesteuer – Das musst du als Hundebesitzer wissen!

Husky mit Geldscheinen

Fast jeder Hundebesitzer in Deutschland ist dazu verpflichtet Hundesteuer zu zahlen.

In Deutschland ist fast jeder Hundebesitzer verpflichtet, seinen Hund anzumelden und die damit verbundene Hundesteuer zu bezahlen. Es gibt nur ganz vereinzelte Gemeinden, meist in sehr ländlichen Regionen, in denen von der Hundesteuer abgesehen wird. Entscheiden kann im Prinzip jede Gemeinde für sich, ob eine Steuer für die Hundehaltung verlangt wird oder nicht. Eine bundesweite Verordnung gibt es nicht.

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Kosten: Wie hoch ist die Hundesteuer in Deutschland?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Es hängt vielmehr davon ab, wo du in Deutschland wohnst, genauer gesagt in welcher Gemeinde du lebst. Die Erhebung der Hundesteuer ist den Gemeinden überlassen, weshalb in manchen Gemeinden gar keine, in anderen sehr hohe Hundesteuern erhoben werden. Genaue Informationen findest du hierzu in der Hundesteuersatzung der einzelnen Gemeinde.

Die jährlichen Beträge für den ersten Hund variieren in den deutschen Gemeinden zwischen 0€ (in Windorf (Bayern)) und fast 200,- € pro Jahr (in Mainz).
Die Hundesteuer für jeden weiteren Hund kann dabei gering bis teilweise stark, vom Betrag des Ersthundes, abweichen. In unseren Stichproben (siehe Tabelle) fiel der Betrag für jeden weiteren Hund oftmals gleich, etwas höher aber auch teilweise doppelt so hoch aus. Günstiger war die Hundesteuer für einen weiteren Hund jedoch nie.

Hundesteuer in deutschen Großstädten

Stadt1.HundJeder weitere Hund
Berlin120,- €180,- €
Hamburg90,- €90,- €
München100,- €100,- €
Dresden108,- €144,- €
Frankfurt90,- €180,- €
Köln156,- €156,- €
Stuttgart108,- €216,- €
Bielefeld144,- €156,- € für 2./ 168,- € für jeden weiteren

Angaben ohne Gewähr

Anmeldung: So meldest du deinen Hund bei der Stadt/ Gemeinde an

Die Anmeldung deines Hundes ist denkbar einfach. Du musst nur ein einfaches Formular im Bürgerbüro deiner Stadt/ Gemeinde für deinen Hund ausfüllen. Aufs Finanzamt bzw. Steueramt musst du hierfür in der Regel nicht. Wichtig ist hierbei vor allem die Rasse, da manche Hunde in bestimmten Gemeinden als gefährlich eingestuft werden (siehe Hundesteuer für Kampfhunde).

In der heutigen Zeit ist der Weg zum Rathaus sogar oftmals gar nicht mehr notwendig. Immer mehr Städte führen eine Onlineanmeldung für Hunde ein. Dafür genügt es, wenn du im Internet auf die Homepage deiner Stadt gehst und nach „Hund anmelden“ suchst.

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Fragen & Antworten

Die Steuer für die Haltung eines Hundes wurde in Deutschland nicht pauschal eingeführt. Die erste bekannte Hundesteuer wurde im Jahr 1807 in der Stadt Offenbach am Main eingeführt. Damals betrug diese einen Reichstaler im Jahr.
Das Geld wurde damals genutzt, um die städtischen Kriegsschulden zu tilgen. Später folgten einige Städte und Gemeinden diesem Prinzip.

Bis heute wird die Hundesteuer in fast allen deutschen Gemeinden und Kommunen erhoben. Das Geld wird inzwischen jedoch für andere Zwecke genutzt. Seit einigen Jahren gibt es u. a. in hundereichen Gebieten Hundetoiletten mit Hundetütenspendern. Hier kann sich jeder Hundehalter mit Kotbeuteln versorgen, was zu erhöhter Sauberkeit in der Stadt und auf den Wegen sorgt.

Zudem gilt die Hundesteuer in einigen Gemeinden heute als eine Art Bremse für übermäßige Hundehaltung.

Deinen Hund solltest du spätestens 2 Wochen bzw. 4 Wochen (abhängig von Stadt/ Gemeinde) nach Erhalt angemeldet haben.

Es ist Fakt, dass allein in Deutschland viele Hunde nicht angemeldet sind. Grund dafür ist, dass es keine flächendeckenden Kontrollen gibt.

Falls du deinen Hund nicht bei deiner Stadt meldest und diese auf die Haltung aufmerksam wird, so wird das Vergehen als eine Ordnungswidrigkeit geahndet. Dies wird zur Folge haben, dass du eine Nachzahlung zu leisten hast, welche sich aus dem Zeitraum des Hundesbesitzes berechnet. Der Zeitraum kann dabei durch eine Befragung (z. B. der Nachbarn) ermittelt werden. (Hinweis: Angaben sind ohne Gewähr)

Zwar wirkt dieses Strafmaß auf den ersten Blick relativ gering, dennoch solltest du dir genau überlegen ob du deinen Hund nicht anmelden möchstest. Gerade wenn dein Hund abhaut oder auf irgendeinem Weg Ärger verursacht, bekommst du mit einem unangemeldeten Hund mehr Probleme. Hierbei gab es auch schon Fälle, dass ausgebrochene oder weggelaufene Hunde als Streuner abgestempelt wurden und im Tierheim gelandet sind.

Tatsächlich gibt es Mittel und Wege um als Hundebesitzer keine Hundesteuer zu bezahlen. Einerseits kannst du natürlich Glück haben und in einer Gemeinde leben, welche keine Hundesteuer erhebt. Dies trifft jedoch auf die wenigsten Gemeinden in Deutschland zu. Andererseits gibt es die Möglichkeit unter gewissen Umständen eine Hundesteuerbefreiung zu erlangen. Dies ist möglich bei:

  • gewerblicher Haltung der Hunde
  • Blinden-, Hüte- und Gebrauchshunden
  • Hunde mit bestandener Begleithundeprüfung
  • Hunde in bzw. aus Tierheimen
  • privater Hundezucht
  • Welpen bis zu einem gewissen Alter

Du hast deine Hundesteuer fleißig bezahlt, aber merkst plötzlich, dass der Hund seine Marke verloren hat und damit seinen Nachweis, dass er angemeldet ist?

Keine Sorge! Dieses Problem ist viel kleiner als du im ersten Moment denkst.
In deiner Gemeinde ist hinterlegt, wer seine Steuer bezahlt und seinen Vierbeiner angemeldet hat. Ein einfacher Anruf oder eine Email genügt meistens für diese Formalität.

Nach kurzer Zeit wirst du eine neue Hundearke per Post erhalten.

Kampfhunde: Hundesteuer für Kampfhunde in Deutschland

Als Besitzer eines sogenannten „Kampfhundes“ wird man in Deutschland wesentlich mehr zur Kasse gebeten als mit einem anderen Hund. Natürlich ist auch diese Hundesteuer je nach Gemeinde unterschiedlich, so beträgt die Hundesteuer für Rottweiler in Stuttgart zum Beispiel über 600,- € im Jahr, während ein Pudel in der gleichen Stadt nur etwas über 100,- € kostet.

Was die höhe der Kampfhundesteuer angeht, so gehört Starnberg (Bayern) zu den Spitzenreitern in Deutschland. Hier bezahlt der Hundehalter stolze 1000,- € im Jahr für die Haltung eines als gefährlich eingestuften Hundes.

Auch hierfür haben wir für euch eine übersichtliche Tabelle mit der Hundesteuer für Kampfhunde von ausgewählten Großstädten angefertigt. (Stand: März 2018)

„Doch welche Hunde zählen zu den Kampfhunden?“

Kampfhundesteuer

StadtKosten
Berlin120,- €
Hamburg600,- €
München800,- €
Dresden108,- €
Frankfurt900,- €
Köln156,- €
Stuttgart612,- €
Bielefeld144,- €

Angaben ohne Gewähr

In der Hundeverordnung werden sogenannte gefährliche Hunderassen in Kategorien sortiert. Auch hier gibt es keine bundeseinheitliche Regelung. Abhängig vom jeweiligen Bundesland sind dies unterschiedliche Rassen.

Hierbei wird zwischen Kategorie 1, 2 & 3 unterschieden (Kategorie 3 nicht in jedem Bundesland vorhanden):

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Beispiele für Hunderassen der Kategorie 1 und 2 sind in den meisten Bundesländern American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier, Bullterrier und Stafford Bullterrier.

Wer einen Hund der Kategorie 2 besitzt, hat die Möglichkeit, diesen einem sogenannten Verhaltenstest zu unterziehen. Über diesen Weg kann nachgewiesen werden, dass der Hund zwar zu den generell gefährlichen Rassen zählt, selbst aber nicht gefährlich ist. Besteht der Hund diese Prüfung, gilt er nicht länger als gefährlich und sein Herrchen muss keine Kampfhund-Auflagen mehr beachten.

Hunde welche nach einer Prüfung als gefährlich gelten oder nie überprüft wurden, haben besondere Auflagen und strenge Regeln zu erfüllen.

Dazu zählen:

  • Leinen- und Maulkorbpflicht
  • Anmeldung als Kampfhund in örtlicher Behörde
  • Grundstück mit Warnschild gekennzeichnet

Woher stammt die Kampfhundeverordnung?

Entstanden ist diese Hundeverordnung durch einen Fall, der 2000 in Hamburg für Aufsehen sorgte. Damals griffen zwei Hunde eines vorbestraften Halters ein Kind an und töteten es. Kurz darauf wurden in allen Bundesländern nach und nach Verordnungen eingeführt.

Da dies jedoch nicht bundeseinheitlich geschah, gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während Niedersachen beispielsweise eher entspannt beim Thema Kampfhunde ist, gehört Bayern zu den strengeren Bundesländern.

Hundesteuer – Das musst du als Hundebesitzer wissen!

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Fazit zur Hundesteuer

Die Anmeldung deines Hundes ist also mit ein wenig Bürokratie verbunden, aber keinesfalls eine unmögliche Aufgabe. Wir empfehlen jedem, seinen Hund bei der Gemeinde anzumelden und seiner Steuerpflicht als Hundehalter nachzugehen. Besonders bei gefährlichen Hunderassen sollte sich jeder Hundehalter moralisch verpflichtet sehen und seinen Hund anmelden.

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2018-08-22T08:29:36+00:00